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Hilfe, mein Kind ist schon wieder krank!

 

 

Nein, ich habe keine Ahnung, welches homöopathische Medikament oder ob eine Darmsanierung nun dran wäre, damit dieser Zustand in absehbarer Zeit nicht mehr auftritt...

 

 

Ich kann Dir nur einige Tipps von Mutter zu Mutter bzw. von Mensch zu Mensch geben und mit Dir teilen!

 

 

Mal ernsthaft: ich liebe meine Kinder und dennoch ist es jedes Mal ein Kraftakt, wenn sie längere Zeit wegen Krankheit am Stück zu Hause sind und so den ganzen Ablauf, die sich so schön eingespielte Ordnung, durcheinanderwirbeln!

 

 

Ich verbringe gerne Zeit mit Ihnen und mag es auch, sie zu umsorgen und zu pflegen, aber wenn sie nach kürzester Zeit wieder zu Hause sind, führt das im ersten Moment bei mir, nur zu einem Gefühl: Gereiztheit!

 

 

Ich reagiere genervt und mit dem Gedanken: Nicht schon wieder! Das passt jetzt überhaupt nicht, da ich noch dies und jenes zu erledigen, vorzubereiten habe bzw. diesen wichtigen Termin habe, den ich nicht absagen kann!

 

Das hatte ich mir doch anders vorgestellt und nun das!

 

 

So bin ich heute in meinen Vormittag gestartet: den Jüngsten hat es wieder erwischt!! Ach manno!

 

Ich bin nicht zum ersten Mal in dieser Situation. Falls Du Dich für meine Geschichte interessierst, lies hier, ansonsten gehe weiter zu Punkt 1.

 

 

 

Unser jüngster Sohn litt seit er wenige Wochen alt war an einer schweren Form von Neurodermitis, die mit einer multiplen Nahrungsmittelallergie (Kuhmilch, Weizen, Nüsse, Hühnerei) einherging.

 

Kaum eine Stelle an seinem zarten Körper war nach den heftigen Kratzattacken noch heil. Er schlief deshalb nur sehr wenig, max. zwei Stunden am Stück. Ich dementsprechend auch nur bedingt…

 

Nach einem halben Jahr bat mich meine Hebamme endlich einzusehen, dass meine Jungs unterschiedlich seien und ich den Jüngeren aufhören solle, zu stillen. Für mich damals ein absolutes NO GO!

 

Nach verschiedenen Auslassdiäten und noch mehr unsinnigen Aussagen unseres damaligen homöopathischen Kinderarztes war ich sowohl körperlich als auch psychisch nur mehr ein Schatten meiner selbst. Ich wollte doch alles richtigmachen und blieb dabei selbst auf der Strecke….

 

Rückblickend kann ich sagen, dass ich mir und meiner Intuition zu wenig vertraut habe und vor allem im Außen nach Lösungen gesucht habe bzw. mir einreden ließ, was richtig und was falsch sei!

 

Ich bin meinem Mann noch heute dankbar, dass er mich an die Hand genommen hat und mich zu einem konventionellen Kinderarzt geschleppt hat, der uns dann ein „Astronautenprodukt“ eines sehr großen Konzerns verschrieben hat. Meine ersten Gedanken: von dieser Drxxxsfirma bekommt mein Kind keine Nahrung!

 

Ich habe dann noch ein paar Tage heimlich weitergestillt, bis die Worte meiner Hebamme endlich bei mir angekommen sind. Ich musste schmerzhaft begreifen, dass sich manche Dinge im Leben anders als vorgestellt entwickeln und ich umdenken darf!

 

 

 

Um die Geschichte abzukürzen: wir haben die ersten Lebensjahre mit unserem Jüngsten viel durchgemacht, einige Krankenhausaufenthalte, bei denen auch ein anaphylaktischer Schock ausgelöst wurde. Der permanente Schlafentzug - wie ich finde, eine höchst effiziente Foltermethode- hat meinen Mann und mich noch Jahre danach begleitet und die Auswirkungen waren enorm.

 

 

 

Doch es gibt ein Happy End!

 

Wir haben Glück gehabt: die Situation hat sich entspannt. Wir haben unseren Horizont erweitert, vor allem nahrungsmitteltechnisch und sind nun sehr glücklich, dass er nur noch auf Hühnerei allergisch reagiert und den Rest mit uns gemeinsam genießen kann. Welche Erleichterung! Halleluja, dem Himmel sei Dank!

 

 

 

 

1 Nachdem ich eine ganze Weile mit übler Laune durch die Gegend gelaufen war, kam mir der rettende Gedanke:

 

„Ich bin der einzige Dreh- und Angelpunkt in dieser Situation: Ich habe es in der Hand, wie dieser Familientag stimmungstechnisch abläuft. Je nachdem, wie ich diese Situation bewerte, erlebe ich positive oder negative Emotionen. Wenn ich meine Bewertung ändere, wird sich auch meine Emotion ändern.

 

Also fragte ich mich: Was ist das Geschenk/das Gute an dieser Situation?

 

Da fiel mir zunächst erst mal wenig ein…

 

Da ich in diesem Moment doch vor allem nur die Schwere und Herausforderung der Situation wahrnehmen konnte, habe ich mich entschieden, doch erst mal richtig Dampf abzulassen. Bei mir hat es sich bewährt, dass ich mich bewege, tanze und schreie. Die Jungs nennen es den Rumpelstilzchen-Tanz 😊

 

 

Emotionen sind Energie in Bewegung und wenn ich mich bewege, verändern sind auch meine Emotionen. Vor allem am Anfang, wenn es mir noch schwerfällt, das Geschenk dieser Situation zu erkennen bzw. schlichtweg diese so anzunehmen, wie sie gerade ist, da ich es mir doch anders vorgestellt habe, bereitet es mir manchmal sogar Freude mich bewusst wie Rumpelstilzchen aufzuführen 😉

 

 

Danach habe ich mich auf unsere Couch gesetzt und mich auf meinen Atem konzentriert. Denn durch diesen kommst Du voll im Hier und Jetzt an!

 

Also Einatmen, Ausatmen und beim Einatmen denken: „Das gehört zum Leben dazu!“

 

Und beim Ausatmen: „Was mache ich jetzt?“

 

 

Wenn Du das mehrere Male hintereinander gemacht hast, wirst Du eine gewisse Erleichterung spüren und meist fällt Dir dann auch schon etwas Kreativeres und Friedlicheres ein, als die Familien-Atmosphäre mit Deiner Laune zu „verpesten“!

 

Du entscheidest Dich, Deine Energie nicht zu verlieren, in dem Du dagegen bist. Du nimmst es an. Die Situation ist ja sowieso schon da! Dagegen zu kämpfen, kann ich Dir nach langjährigen Erfahrungen, nicht empfehlen 😉

 

 

 

 

 

Und wenn gar nichts mehr geht, Du selbst nur noch entkräftet bist und Dir eine liebevolle Begleitung an Deiner Seite wünschst, dann hol‘ Dir Unterstützung!

 

Mir persönlich hilft der Austausch mit anderen Müttern und Gleichgesinnten. Ruf‘ eine gute Freundin an oder nimm' mit mir Kontakt auf!

 

Ich werde Dir lauschen, Dich liebevoll an die Hand nehmen und mit Dir die nächsten Schritte raus aus der Situation besprechen! Gehen musst Du sie allerdings selbst….